Das Alter
kommt auf seine Weise
Text: Richard
Obermayr, Vorgetragen von: Margit Obermayr
Ich treffe wen und
nicke, weil er grüßt,
wenn ich nur seinen
Namen wüßt!
Wie heißt er nur?
Ich kenn’ ihn doch!
Ich forsche, denke
nach; nichts rührt sich da
zu meiner Schmach.
Da sag’ ich nur ganz
still und leise:
„Lieber Pepi, das
Alter kommt auf seine Weise!“
Vom dritten Stock
steig’ ich herunter, geh’
auf die Straße frisch
und munter!
Da, plötzlich frag’
ich mich verdrossen,
hab’ ich auch wirklich
abgeschlossen?
Du könntest schwören
einen Eid, steigst doch
hinauf zu Deinem
Leid!
Da sag’ ich nur ganz
still und leise:
„Lieber Pepi, das
Alter kommt auf seine Weise!“
Brauchst Du mal was
aus dem Schrank,
der gut gefüllt ist,
Gott sei Dank!
Kaum hast geöffnet
Du die Tür,
da fragst Du Dich:
„ Was wollt ich hier?“
Verstört bist Du,
daß in Sekunden,
was Du vorgehabt,
entschwunden!
Da sag’ ich nur ganz
still und leise:
„Lieber Pepi, das
Alter kommt auf seine Weise!“
Zum Frühstück nimmst
Du drei Tabletten,
sie sollen Dein Gedächtnis
retten.
Da fragst Du plötzlich
ganz benommen,
hab’ ich sie eigentlich
eingenommen?
Ja, ist mein Denken
denn noch dicht?
Und, zwei Mal nehmen,
darf ich’s nicht!
Da sag’ ich nur ganz
still und leise:
„Das Alter kommt
auf seine Weise!“
D’r
Pepi vom Schte
geschrieben und
vorgetragen von: Rudolf Gantner zu Pepis Sechziger
Lang han I ummanand
toa, ob I söll oder net, mit minara Schüchternheit han I halt a Gfrett.
Net amol dahoam bei
minara Frau aloa, geschweige denn vor sövl Lüt,
trau I mi, s’Mul offa z’toa.
Doch
zum Anlaß vo hüt han I mi überwunda, und in nächtelanger Arbat a paar
Sätz zemmagschunda.
Zum
Seachzger möcht I am Pepi herzlich gratuliara und über so viel Jöarle
a bitzle sinniara.
Z’allererscht
lot ma an Schroa, und denn focht ma a z’schnufa und glei nohat amol
learnat ma scho’s Sufa.
Doch
na, dear Usdruck ischt net äschthetisch, weil es Schtückle Frau wo
ma es learnt, blibt für üs Männer ewig an Fetisch.
Deanawea
gots witer, ma wachst und gedeiht, und heat si meischtens a’gsch...,
wenn ma lut schreit.
Ma
learnt laufa, reda, heat am Tisch an oagana Schtual, und noch sex
Joar got ma denn scho i’d Schual. Die Oana gond liaber, die Andara
no gearn, und hie und do schtot ma vorm Lehrer wia an arma Sünder
vorm Herrn.
Bald
ischt vorbei eine wunderschö Zit.
Wo’s
für’s Fulenza scho a schleachts Zeugnis git.
Der
Oane schtudiart witer, an Andra macht d’Lehr, und mit achzeha, nünzeha
Joar muass ma denn zumn Militär.
Döt
learnt ma nochamol s’Folga, für später ganz wichtig, es schätzt ma
as a verhürotata nochhear erscht wichtig.
Ob
Männdle oder Wieble, a kle mua ma markta lo, ma ka net allawil noch
am oagana Kopf go.
So
heat dar Pepi denn o d’Inge i’gfanga und ischt schnurschtracks mit
ara gi hüarota ganga. A Gschäft heat ar gründat, Kind hond se g’macht,
des Oane am Tag, des Andar i dar Nacht.
Innovationspreis
im Land und über am Meer hond am Pepi brocht Anerkennig und Ehr.
Nü
Monat im Joar fliegt ar i dar Wealt ummanand und mahat o hia und do
a Bsüachle im Land.
Voar
eppa oanazwanzg Joar heat ar is Walsertal gfunda, wo nar verbrocht
heat sitahär viel rüabige Schtunda.
Zerscht
heat ar pachtat a Hütta am undara Schte, und ischt hinna a’gwaxa all
no a bitz me.
Scho
döt heat ar viel gmacht und reparieart, jo sogär dar alt Krüzweag
heat ar sanieart.
Di
neua Schtaziona von Profeldscher Hand sind als wertvolle Kunscht im
ganza Tal anerkannt.
Ob
Sunna oder Reaga, bis zum Buch uffa Schnee, zu jedara Tages- und Joareszit
kennt dar Pepi s’Weagle ufa Schte.
So
isch as gsi fascht zwanzg Joar durus, und sit zwoa Joar heat ar witar
d’oba a oagenes Hus. Do heat ar viel toa vom Fundament bis zum Dach
- d’Hälfte ischt neu und etz isch as a Sach.
I’wendig
ischts maeischte noch Original, alte Tüara, Truha und Käschta us üsaram
Tal.
O
dar Kachlofa heat a ganz bsunderes greizt, ear heat scho imma im alta
Burahus johrzehntelang g’heizt.
Kachla
für Kachla heat ar a zerlet und uffetransportiert, und dar Ofner heat
ana denn ganz neu zemmamontiert.
Zimmerusbau,
Sauna, Täfla, gär nünt ischt g’wöhnlich, es macht am dar Hustischler
Hubert persönlich.
Telefon,
Fernseh, Computer und Internet, i sinam Hus ischt oafach gär alls
komlplett.
Mit
sinam Sörfschtuahl fliegt ar umma ganza Globus, und d’Zitig liest
ar o wia di meischta im Klo duss.
Doch
des alls tät am no halb sövl nütza, könnt ar si net uf sine Familie
schtütza.
Sine
zwoa Söhn, o scho tätig weltwoit, sind g’schäftlich a jeda an richtiga
Hit.
Dar
Georg schauklats dahoam i dar Zentrale. Dar Martin macht dussa s’Interkontinentale.
Doch
s’Hearz vom ganza Wolfsrudl ischt d’Inge, ene ischt all fründlig,
einsatzbereit und guter Dinge.
Sie
verhätschalat die Oagana und genau a so d’Gäscht, denn a Iladig bei
Pepi’s ischt allawil a Fescht.
Nogad
s’Allerbeschte us dar Kuchi und us am Keallar kummt denn ufa Tisch,
i’s Glas und uf a Teallar.
Und
a so heat se am Pepi dia Seachzge verschönt, vo hinta und vo vorna,
jo rundumadum heat `s a verwöhnt. Noch a paar Joärle got’s, denn hond
se s’vorbei, dia viela Termine und d’Umanandhetzarei.
Geall
Pepi, i dar Rente denn, es siach i scho ko, würscht Du Di am Schte
doba fascht ganz nidarlo.
Bergwandara,
Schifahra, Modellisabah, denn got erscht richtig ´s Privatleaba’n
a.
Aber
erscht im nögschta Jahrtausend denn isch as a so wit, daß as scho
am Morga am achte Fiarobat git.
Denn
kascht da ganza Tag Din Tigar dressiara, oder goscht oafach gi schifahra
und gi schpaziara.
Und
etzt Pepi, glob’s, des Wichtigscht wär gset, trotz vielam Schtudiara,
viel me woass i net.
Kurzum,
des wär’s g’si und I am etzt ending, und wünsch Dir, liaba Pepi, allawil
dahoam wiedar a happy landing.
Rudi,
im September 1999
Aber,
Ihr alle do, wenn Ihr mi uspfifa wend, denn toand des erscht morn,
weil wenn I’s net hör oder siach, denn kriag I o koan Zorn.
Viel
Glück Pepi !
Leitwolf
!
Hommage
an Pepi
Geschrieben
und vorgetragen von: Dieter Profeld
Jedermann im Ländle
kennt einen, den man Pepi nennt.
Lichtbildwerfer, Filmmaschinen,
Leinwand, Flipchart, Stifte, Minen, Audio und Video, Kabel, Stecker,
Stereo, Mikrofone, Monitoren, Ohropax für beide Ohren -
All dies schaffte Meister
Pep, denn das ist sein Lebenszweck.
Später wurde er noch
weiser - Laut preist man den „Visualizer“.
Wie und wo und wann
es sei, Pepi ist mit ihm dabei.
Ob am Hudson, ob am
Ganges - „WolfVision“ ist ersten Ranges!
Und drum sitzt der
Auftragkrieger auch die meiste Zeit im Flieger, liebt er auch so sehr
die Eisenbahn - damit kann er kaum reisen, da sie ja nicht schell
genug, trotzdem ist ein schöner Zug unsres Pepi seine Liebe für die
Bahn mit Dampfbetriebe:
Wälderbähnle, Zillertal,
Viertelwald - es ist egal wann, wie lange und wie weit, nur hat Pepi
selten Zeit, diese Bahnen zu benützen, denn er muß im Flieger sitzen.
Macht er endlich einmal
Pause, bleibt er keineswegs zu Hause, denn ein ungeheurer Drang treibt
ihn auf den steilen Hang, wo im Walsertal hoch oben von der Erde abgehoben
steht ein altes Bauernhaus, blicket stolz ins Tal hinaus.
Hier pflegt gerne er
mit Ingen Mußezeiten zu verbringen.
„Steinzeit“ heißen
diese Pausen, wenn die beiden oben hausen.
Den Kontakt zur weiten
Welt Fax und Telefon erhält.
Sind im Tal am Werk
die Söhne, hegt am Berge er das Schöne, pflegt die Inge, läßt sich
pflegen, nimmt auch gern Besuch entgegen.
Saufhaus Stein ist
weit bekannt, manchmal fast schon überrannt.
Profis sind nicht zu
vertreiben, Gert aus Wien will auch gern bleiben, selbst Japaner und
Chinesen sind schon oft am Stein gewesen.
Aber nicht der Alpen
Lüfte, nicht nur Inges Bratendüfte, weder Biere, Schnäpse, Weine locken
Leute her zum Steine.
Pepi sei hier hoch
zu preisen, wie er stets auf alle Weisen, ob bei Tage oder Nacht seine
Freunde fröhlich macht!
Inge laß Dir gratulieren,
danke ihm auf allen Vieren.
Macht’s wie bisher
alles so, bleibt so jung wie heut’ und froh!!!
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