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Gedichte zu Pepi Wolf's 60er Geburtstagsparty
Vorgetragen am 1. Oktober 1999 in St. Gerold

Das Alter kommt auf seine Weise
Text: Richard Obermayr, Vorgetragen von: Margit Obermayr

 

Ich treffe wen und nicke, weil er grüßt,

wenn ich nur seinen Namen wüßt!

Wie heißt er nur? Ich kenn’ ihn doch!

Ich forsche, denke nach; nichts rührt sich da

zu meiner Schmach.

Da sag’ ich nur ganz still und leise:

„Lieber Pepi, das Alter kommt auf seine Weise!“

 

Vom dritten Stock steig’ ich herunter, geh’

auf die Straße frisch und munter!

Da, plötzlich frag’ ich mich verdrossen,

hab’ ich auch wirklich abgeschlossen?

Du könntest schwören einen Eid, steigst doch

hinauf zu Deinem Leid!

Da sag’ ich nur ganz still und leise:

„Lieber Pepi, das Alter kommt auf seine Weise!“

 

Brauchst Du mal was aus dem Schrank,

der gut gefüllt ist, Gott sei Dank!

Kaum hast geöffnet Du die Tür,

da fragst Du Dich: „ Was wollt ich hier?“

Verstört bist Du, daß in Sekunden,

was Du vorgehabt, entschwunden!

Da sag’ ich nur ganz still und leise:

„Lieber Pepi, das Alter kommt auf seine Weise!“

 

Zum Frühstück nimmst Du drei Tabletten,

sie sollen Dein Gedächtnis retten.

Da fragst Du plötzlich ganz benommen,

hab’ ich sie eigentlich eingenommen?

Ja, ist mein Denken denn noch dicht?

Und, zwei Mal nehmen, darf ich’s nicht!

Da sag’ ich nur ganz still und leise:

„Das Alter kommt auf seine Weise!“

D’r Pepi vom Schte

geschrieben und vorgetragen von: Rudolf Gantner zu Pepis Sechziger

 

Lang han I ummanand toa, ob I söll oder net, mit minara Schüchternheit han I halt a Gfrett.

Net amol dahoam bei minara Frau aloa, geschweige denn vor sövl Lüt, trau I mi, s’Mul offa z’toa.

Doch zum Anlaß vo hüt han I mi überwunda, und in nächtelanger Arbat a paar Sätz zemmagschunda.

Zum Seachzger möcht I am Pepi herzlich gratuliara und über so viel Jöarle a bitzle sinniara.

Z’allererscht lot ma an Schroa, und denn focht ma a z’schnufa und glei nohat amol learnat ma scho’s Sufa.

Doch na, dear Usdruck ischt net äschthetisch, weil es Schtückle Frau wo ma es learnt, blibt für üs Männer ewig an Fetisch.

 

Deanawea gots witer, ma wachst und gedeiht, und heat si meischtens a’gsch..., wenn ma lut schreit.

Ma learnt laufa, reda, heat am Tisch an oagana Schtual, und noch sex Joar got ma denn scho i’d Schual. Die Oana gond liaber, die Andara no gearn, und hie und do schtot ma vorm Lehrer wia an arma Sünder vorm Herrn.

 

Bald ischt vorbei eine wunderschö Zit.

Wo’s für’s Fulenza scho a schleachts Zeugnis git.

Der Oane schtudiart witer, an Andra macht d’Lehr, und mit achzeha, nünzeha Joar muass ma denn zumn Militär.

Döt learnt ma nochamol s’Folga, für später ganz wichtig, es schätzt ma as a verhürotata nochhear erscht wichtig.

Ob Männdle oder Wieble, a kle mua ma markta lo, ma ka net allawil noch am oagana Kopf go.

So heat dar Pepi denn o d’Inge i’gfanga und ischt schnurschtracks mit ara gi hüarota ganga. A Gschäft heat ar gründat, Kind hond se g’macht, des Oane am Tag, des Andar i dar Nacht.

Innovationspreis im Land und über am Meer hond am Pepi brocht Anerkennig und Ehr.

Nü Monat im Joar fliegt ar i dar Wealt ummanand und mahat o hia und do a Bsüachle im Land.

Voar eppa oanazwanzg Joar heat ar is Walsertal gfunda, wo nar verbrocht heat sitahär viel rüabige Schtunda.

 

Zerscht heat ar pachtat a Hütta am undara Schte, und ischt hinna a’gwaxa all no a bitz me.

Scho döt heat ar viel gmacht und reparieart, jo sogär dar alt Krüzweag heat ar sanieart.

Di neua Schtaziona von Profeldscher Hand sind als wertvolle Kunscht im ganza Tal anerkannt.

Ob Sunna oder Reaga, bis zum Buch uffa Schnee, zu jedara Tages- und Joareszit kennt dar Pepi s’Weagle ufa Schte.

So isch as gsi fascht zwanzg Joar durus, und sit zwoa Joar heat ar witar d’oba a oagenes Hus. Do heat ar viel toa vom Fundament bis zum Dach - d’Hälfte ischt neu und etz isch as a Sach.

I’wendig ischts maeischte noch Original, alte Tüara, Truha und Käschta us üsaram Tal.

O dar Kachlofa heat a ganz bsunderes greizt, ear heat scho imma im alta Burahus johrzehntelang g’heizt.

Kachla für Kachla heat ar a zerlet und uffetransportiert, und dar Ofner heat ana denn ganz neu zemmamontiert.

Zimmerusbau, Sauna, Täfla, gär nünt ischt g’wöhnlich, es macht am dar Hustischler Hubert persönlich.

 

Telefon, Fernseh, Computer und Internet, i sinam Hus ischt oafach gär alls komlplett.

Mit sinam Sörfschtuahl fliegt ar umma ganza Globus, und d’Zitig liest ar o wia di meischta im Klo duss.

Doch des alls tät am no halb sövl nütza, könnt ar si net uf sine Familie schtütza.

Sine zwoa Söhn, o scho tätig weltwoit, sind g’schäftlich a jeda an richtiga Hit.

Dar Georg schauklats dahoam i dar Zentrale. Dar Martin macht dussa s’Interkontinentale.

Doch s’Hearz vom ganza Wolfsrudl ischt d’Inge, ene ischt all fründlig, einsatzbereit und guter Dinge.

Sie verhätschalat die Oagana und genau a so d’Gäscht, denn a Iladig bei Pepi’s ischt allawil a Fescht.

Nogad s’Allerbeschte us dar Kuchi und us am Keallar kummt denn ufa Tisch, i’s Glas und uf a Teallar.

Und a so heat se am Pepi dia Seachzge verschönt, vo hinta und vo vorna, jo rundumadum heat `s a verwöhnt. Noch a paar Joärle got’s, denn hond se s’vorbei, dia viela Termine und d’Umanandhetzarei.

Geall Pepi, i dar Rente denn, es siach i scho ko, würscht Du Di am Schte doba fascht ganz nidarlo.

Bergwandara, Schifahra, Modellisabah, denn got erscht richtig ´s Privatleaba’n a.

Aber erscht im nögschta Jahrtausend denn isch as a so wit, daß as scho am Morga am achte Fiarobat git.

Denn kascht da ganza Tag Din Tigar dressiara, oder goscht oafach gi schifahra und gi schpaziara.

Und etzt Pepi, glob’s, des Wichtigscht wär gset, trotz vielam Schtudiara, viel me woass i net.

Kurzum, des wär’s g’si und I am etzt ending, und wünsch Dir, liaba Pepi, allawil dahoam wiedar a happy landing.

 

Rudi, im September 1999

Aber, Ihr alle do, wenn Ihr mi uspfifa wend, denn toand des erscht morn, weil wenn I’s net hör oder siach, denn kriag I o koan Zorn.

 

Viel Glück Pepi !

Leitwolf !

 

Hommage an Pepi

Geschrieben und vorgetragen von: Dieter Profeld

 

Jedermann im Ländle kennt einen, den man Pepi nennt.

Lichtbildwerfer, Filmmaschinen, Leinwand, Flipchart, Stifte, Minen, Audio und Video, Kabel, Stecker, Stereo, Mikrofone, Monitoren, Ohropax für beide Ohren -

All dies schaffte Meister Pep, denn das ist sein Lebenszweck.

Später wurde er noch weiser - Laut preist man den „Visualizer“.

Wie und wo und wann es sei, Pepi ist mit ihm dabei.

Ob am Hudson, ob am Ganges - „WolfVision“ ist ersten Ranges!

Und drum sitzt der Auftragkrieger auch die meiste Zeit im Flieger, liebt er auch so sehr die Eisenbahn - damit kann er kaum reisen, da sie ja nicht schell genug, trotzdem ist ein schöner Zug unsres Pepi seine Liebe für die Bahn mit Dampfbetriebe:

Wälderbähnle, Zillertal, Viertelwald - es ist egal wann, wie lange und wie weit, nur hat Pepi selten Zeit, diese Bahnen zu benützen, denn er muß im Flieger sitzen.

Macht er endlich einmal Pause, bleibt er keineswegs zu Hause, denn ein ungeheurer Drang treibt ihn auf den steilen Hang, wo im Walsertal hoch oben von der Erde abgehoben steht ein altes Bauernhaus, blicket stolz ins Tal hinaus.

Hier pflegt gerne er mit Ingen Mußezeiten zu verbringen.

„Steinzeit“ heißen diese Pausen, wenn die beiden oben hausen.

Den Kontakt zur weiten Welt Fax und Telefon erhält.

Sind im Tal am Werk die Söhne, hegt am Berge er das Schöne, pflegt die Inge, läßt sich pflegen, nimmt auch gern Besuch entgegen.

Saufhaus Stein ist weit bekannt, manchmal fast schon überrannt.

Profis sind nicht zu vertreiben, Gert aus Wien will auch gern bleiben, selbst Japaner und Chinesen sind schon oft am Stein gewesen.

Aber nicht der Alpen Lüfte, nicht nur Inges Bratendüfte, weder Biere, Schnäpse, Weine locken Leute her zum Steine.

Pepi sei hier hoch zu preisen, wie er stets auf alle Weisen, ob bei Tage oder Nacht seine Freunde fröhlich macht!

Inge laß Dir gratulieren, danke ihm auf allen Vieren.

Macht’s wie bisher alles so, bleibt so jung wie heut’ und froh!!!

 

 

 

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